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Tortuguero


Tortuguero liegt an der karibischen Küste Costa Ricas in der Provinz Limón, etwa 40 km von der nicaraguanischen Küste entfernt und ist nur per Boot oder per Flugzeug erreichbar. Der Name Tortuguero kommt vom spanischem "tortuga" und heißt: Der Ort an den die Schildkröten kommen. Tortuguero ist ein kleines Dorf mit etwa 700 Einwohner, das am Rand des gleichnamigen Naturschutzgebiet liegt. Das Naturschutzgebiet schützt den Nationalpark Tortuguero, das Waldreservat Barro Colorado mit ihrem einzigartigen atlantischen Tieflandregenwald, sowie 50000 ha der Karibik. Das Gebiet setzt sich aus mehrere Inseln, sowie Festlandanteilen zusammen. Der Ort Tortuguero liegt auf der Hauptinsel, die auf einer Seite von der Karibik begrenzt ist, auf der anderen Seite von Süsswasser. Sie ist in etwa 36 km lang, aber höchstens 400 m breit. Dieser Strand ist der wichtigste Brutplatz der Suppenschildkröte (Chelonia mydas) der gesamten westlichen Hemisphäre.
Das Dorf Tortuguero wurde erst in den 30iger Jahren von einer kolumbianischen Familie gegründet, die nach Tortuguero kam um von Kokosnussanbau, sowie den Meeresschildkröten zu leben. In den 40iger Jahren liessen sich amerikanische Holzfällerfirmen in Tortuguero nieder, um den Wald auszubeuten. Da nun Arbeit vorhanden war, begann die eigentliche Immigration nach Tortuguero, hauptsächlich von Nicaragua. katholische Kirche Tortugueros

Die geschlagenen Baumstämme wurden über das Meer in die Provinzhauptstadt Limón transportiert, aber da die Karibik in diesem Teil sehr wild ist, waren die Verluste hoch. Ende der 60iger wurde ein 80 km langes Kanal- Flussystem von Limón nach Tortuguero ausgebaggert, natürliche Flüsse wurden mit Kanälen verbunden. Bis heute sind diese Kanäle der wichtigste Transport- und Reiseweg nach Tortuguero. In den 70igern wurde dieses System fertiggestellt, aber auch am Ende dieses Jahrzehnt verliessen die Holzfällerkompanien Tortuguero aus privaten und wirtschaftlichen Gründen. Nur wenige Familien blieben in Tortuguero. Erst Ende der 80iger, Anfang der 90iger begann eine neue Immigration durch den Tourismus, die sich bis heute fortsetzt.

In den 50iger Jahren wählte der amerikanische Biologe Archie Carr Tortuguero für seine Forschung an den Meeresschildkröten aus. Damals kamen noch viele Schiffe an die Küste Tortugueros um Tausende von Schildkröten für den Export nach USA und Europa abzuschlachten. Auf Archie Carrs Betreiben wurde Tortuguero 1975 unter Schutz gestellt.

 


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